Lost Winds: Wie weggeblasen

Lost Winds: Wie weggeblasen

In Lost Winds spielen die namensgebenden Winde erwartungsgemäß eine große Rolle und wir ersparen uns alle frühpubertären Sprüche über Winde oder Blasen. So, jetzt habe ich’s geschrieben: Blasen. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel.

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Ich bin hier bei den Apfel-Spielern ja meist dafür zuständig, die Klassiker und unter Experten schon bestens bekannten Spiele auszuprobieren. Schließlich habe ich lange Zeit kaum noch gespielt und dabei viel verpasst. Das Schöne an den Spielen im App Store ist deshalb, dass man nicht nur viele Genres findet, sondern dass zudem Spiele von anderen Plattformen portiert werden. “Lost Winds” stammt beispielsweise von der Wii.

Entsprechend sollte man technisch gesehen kein Grafikwunder erwarten, schließlich ist das Spiel schon etliche Jahre alt. Aber, ganz ehrlich: Mir ist das egal. Zum einen kommt es aufs Spielprinzip und dessen Umsetzung an. Zum anderen kann liebevoll gemachte Grafik sehr schön aussehen und den Spaß erhöhen, auch wenn sie die Polygonzählfraktion nicht befriedigt. Da, ich hab’s geschrieben: befriedigt. Ich weiß nicht, wo das noch hinführen soll.

Dabei ist “Lost Winds” doch so harmlos! Geradezu unschuldig! Da, ich hab’s geschr… Lassen wir das. Endgültig.

Ähem. Zurück zum Thema: Lost Winds.

Hübsch harmlos

Dialog gibt’s ebenfalls und dabei wird man sogar gelobt!1!!

Lost Winds ist hübsch gemacht und die Grafik hat teils einen hohen Niedlichkeitsfaktor. Besonders der Protagonist des Spiels Toku ist sehr nett animiert – besonders, wenn er sich mit einem Gegenstand abschleppen muss. Im Grunde ist Lost Winds ein bisschen Jump’n'Run und ein bisschen Adventure. Finde ich. Aber ich kenne mich mit diesen Genres ja nur so halb aus. Also man läuft horizontal und kann durch den gezielten Einsatz von Windböen Toku über Abgründe befördern oder nach oben schweben-fliegen lassen. Nebenbei bekämpft man per Wind die “Glorbs” genannten Gegner – dunkle Kleckse, die sich an einen heften wollen. Per Windstoß kann man sie z.B. zu Boden werfen. So richtig ernsthaft in Gefahr kommt man da selbst als Anfänger nicht. Andere Glorbs können mit Blättern fliegen oder haben sich mit Steinen einen Panzer gebastelt. Aber mit denen wird man gut fertig, wenn man den Bogen einmal raus hat.

Ansonsten muss man durch die Gegend laufen und Dinge finden und einsammeln. Dabei muss man zum einen den Weg suchen und zum anderen Hindernisse überwinden oder aus dem Weg räumen. Manchmal reicht rohe Gewalt, manchmal gibt es etwas kniffligere Aufgaben mit Schaltern oder man muss hilfreiche Pflanzen an der richtigen Stelle positionieren o.ä. Ein paar Logikrätsel warten also im Verlaufe des Spiels. Aber nur ein paar und selbst ich habe sie gelöst. Also müssen sie vergleichsweise simpel sein.

Nix für Experten

Das Spiel ist nicht all zu lang und eignet sich nicht zuletzt aus diesem Grund sehr gut für einen Gelegenheitsspieler wie mich. Manchmal fand ich das Spiel allerdings frustrierend, wenn meine Windböen einfach nicht so funktionieren wollten wie sie sollten…

Für den Experten ist das Spiel keine Herausforderung und sicher schnell vorbei.

Ich hingegen bin froh, dass es nur am Ende einen einzigen “Boss-Gegner” gibt. Ehrlich: Mich nerven die, wenn man da ewig an einer Stelle festhängt, überhaupt erst einmal die passende Taktik herausfinden und dann noch umsetzen muss. Ich laufe und fliege lieber durch die Level. Deshalb habe ich übrigens entnervt “Evertales” aufgegeben, obwohl mir das Spiel in vielerlei Hinsicht Spaß gemacht hat. Aber ich kam ums Verrecken nicht an einem der Boss-Gegner vorbei. Und dafür ist mir meine Lebenszeit dann doch zu schade, mich von einem Spiel frustrieren zu lassen. Andere empfinden das hingegen als interessante Herausforderung. Aber dafür gibt es ja diese vielen unterschiedlichen Spiele.

Wem die Grafik von Lost Winds anhand der Screenshots zusagt (obwohl es ehrlich gesagt die Animationen sind, die es ausmachen), wer einen schön gemachten Zeitvertreib sucht und mit einem eher kindlichen Spiel etwas anfangen kann, ist hier jedenfalls gut aufgehoben.

Die App wurde nicht im Store gefunden. :-( #wpappbox