iPad mini, iPad 4. Generation: Die neuen Äpfel im Spielecheck

iPad mini, iPad 4. Generation: Die neuen Äpfel im Spielecheck

Wer als Apfel-Spieler nicht mitbekommen hat, dass Apple heute das iPad mini und das iPad der vierten Generation vorgestellt hat, sollte nicht weiterlesen, sondern sich erst einmal eine Runde schämen gehen. Wir anderen machen derweil schon einmal weiter: Was bringen die neuen iPads denn in Sachen Spielkultur?

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iPad mini

Im Grunde ist das iPad mini ein iPad 2 im kleineren Gewand. Nur die Kameras wurden spürbar verbessert, aber das ist für uns als Spieler ja weniger interessant. Die Performance selbst ist also mit der zweiten Generation des iPad vergleichbar. Und die ist zwar okay, aber gerade mit der Vorstellung des nun noch super-duperen iPad der inzwischen vierten Generation tut sich da schon eine gewisse Performance-Lücke auf, die sich auch entsprechend auswirken kann.

Allerdings kommt es hier natürlich ganz darauf an, welche Genres man mag. Ich selbst habe ja noch immer ein iPad 1 und selbst mit dem gibt es nur ab und Spiele, die gar nicht mehr funktionieren wollen. Bei anderen verzichtet man dafür allerdings auf Grafikpracht und bekommt stattdessen lange Ladezeiten und Ruckler. Allerdings spiele ich ja auch viel – äh, weil ich es ja für dieses Blog hier muss. Ähem.

Die Bildschirm-Auflösung des iPad mini ist ebenso wie das Seitenverhältnis der Prä-Retina-Ära entnommen (1.024 x 768 Pixel) und insofern sollten an sich erst einmal alle Apps und damit auch Spiele darauf funktionieren. Probleme könnte es bei sehr kleinen Steuerelemente geben, die nun noch ein Stückchen kleiner werden. Spiele-Entwickler arbeiten ja nun einmal in der Regel nicht mit den Standard-Elementen, die ihnen das Betriebssystem liefert…

An sich bringt das iPad mini aber alles mit, um eine ganze Menge Apfel-Spielspaß zu garantieren. Und dank der kompakteren Größe und dem geringeren Gewicht ist es für so manches Spiel vielleicht sogar besser geeignet als der große Bruder.

Wer immer auf dem aktuellsten Stand der Technik sein will und von Grafikeffekten nicht genug bekommen kann, wird hingegen immer zur klassischen iPad-Größe greifen. Es ist abzusehen, dass Apple auch künftig das iPad mini mit der jeweils älteren Hardware-Generation ausstatten wird.

iPad 4. Generation

Aus “The new iPad” wurde nun “iPad with Retina Display“, aber den entsprechenden Bildschirm hatte es ja vorher schon. Irgendwie schlingert Apple bei der Namensgebung seines Bestsellers derzeit ein bisschen herum. Aber kommen wir zu den wichtigen Dingen: den Innereien. Und tatsächlich hat Apple nicht etwa nur den Lightning Port beim iPad ergänzt, sondern es auch technisch aufgerüstet. Der neue A6X-Chip soll die Performance gegenüber dem A5X erneut verdoppeln, auch im Grafikbereich. Und dabei hatten wir uns gerade erst an das iPad 3. Generation gewöhnt… Das ist nun aus dem Programm geflogen. Es gibt wohl einige Schnäppchen im Refurbished Store zu ergattern.

Die kurze Lebenszeit des iPad 3. Generation hat mich persönlich etwas erstaunt. Der Abstand des nun aktuellen iPad 4 zum iPad mini und zum weiterhin erhältlichen iPad 2 ist nun schon recht groß. Insofern haben wir hier zwar keine Fragmentierung in Sachen Betriebssystem, Bildschirmdiagonalen etc., wie wir sie im Android-Bereich finden. Aber eine Zweiteilung in Sachen Performance ist klar erkennbar. Und die Besitzer des iPad 3 finden sich irgendwo dazwischen.

Was ich persönlich nicht verstehe: Warum das iPad noch immer bei der Speicherauswahl 16, 32 und 64 GB feststeckt. Ich hätte hier schon fürs iPad 3 eine Verdopplung erwartet und nun ist sie noch immer nicht passiert. Mir geht es dabei gar nicht darum, ein 128-GB-iPad haben zu wollen, sondern dass das 64-GB-iPad im Zuge dessen billiger wird. Gerade für Spiele braucht man nun einmal Platz. Ärgerlich, dass Apple hier so geizig ist.

iPad 2

Vollkommen unverändert in allen Punkten ist das iPad 2 weiterhin erhältlich und wurde nicht etwa vom iPad mini als Einstiegsgerät abgelöst. Da man das iPad 2 aber nur mit 16 GB und nur mit den vergleichsweise ollen Kameras bekommt, wird das für die meisten Käufer wohl eher eine theoretische Alternative sein. Wahrscheinlich will Apple hier erst einmal testen, welchen Anklang das kleine iPad wirklich findet und geht an dieser Stelle auf Nummer sicher. Man hat solche “Altgeräte” in der Vergangenheit schon häufiger als schlecht gepflegte und kaum beworbene Lückenfüller bei Apple erlebt.

Persönliches Fazit

Das iPad mini möchte ich gern einmal selbst in Händen halten und ich glaube schon, dass es mir gefallen wird. Allerdings kommt es für mich letztlich nicht in Frage, weil ich das Optimum an Performance haben möchte. Da gehe ich dann auch den Nachteil ein, dass das klassische iPad eben schwerer ist. Das iPad 2 fällt deshalb ebenfalls heraus.

Bliebe das iPad 4. Generation. Ich hätte es mir heute sofort bestellt, wenn Apple den eingebauten Speicher endlich verdoppelt hätte. Das ist immer noch nicht geschehen. Ehrlich, ich muss sagen: Es ärgert mich. Auf der anderen Seite bewahrt es mich davor, vorschnell Geld auszugeben…